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Tag der Wissenschaft am 1. Juli 2017: Das Projekt SolSpaces

23. Juni 2017;

Im Sommer an den Winter denken

Das Projekt SolSpaces

 Im Sommer ist genug davon da, im Winter wird sie schmerzlich vermisst – die Wärme. Weshalb nicht einfach die Sommer-Sonnen-Wärme sammeln und in der kalten Jahreszeit zum Heizen nutzen? Diese Idee setzen Wissenschaftler des Instituts für Thermodynamik und Wärmetechnik im Rahmen des Projekts SolSpaces um und sind dabei, sie zu perfektionieren.

 Am Tag der Wissenschaft sind die Besucher im Pfaffenwaldring 6 eingeladen, das eigens für das Projekt SolSpaces angefertigte Forschungsgebäude kennenzulernen und mehr darüber zu erfahren, wie hier geheizt wird. Bei dem innovativen Gebäude handelt es sich um ein Wohnmodul vom Typ Flying Spaces der Firma SchwörerHaus KG. Hier erproben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ITW ihr neu entwickeltes solare Heizsystem. Dessen zentraler Bestandteil: ein sogenannter Sorptionswärmespeicher.

  Sonnenwärme verlustfrei speichern

Im Sommer wärmt die Sonne die Luft in dem Vakuumröhren-Luftkollektor, der sich auf dem Dach des Forschungsgebäudes, und diese wiederum heizt im Sorptionswärmespeicher das Speichermaterial auf. Dabei handelt es sich um sogenannte Zeolithe – hochporöse Materialien mit großer innerer Oberfläche. Wenn im Winter dieser Speicher von der Raumluft durchströmt wird und sich Wasserdampf an die Oberfläche der enthaltenen Zeolithe anlagert, dann wird in der Folge Wärme frei.  – die Heizung  genutzt wird.

 „Die Wärme kann lange Zeit und ohne Verluste gespeichert werden“, erklärt Dr. Henner Kerskes, Gruppenleiter Thermische Energiespeicher beim ITW, und betont,: „Das Heizungskonzept ist auf größere Gebäude mit gutem Wärmestandard übertragbar.“ Aufgrund der neu entwickelten Segmentierung des Sorptionswärmespeichers ergeben sich große Speicherkapazitäten. Das Forschungsgebäude mit seinen 43 Quadratmeter Wohnfläche bringt aktuell ein 4,3 Kubikmeter umfassende Speicher gut gewärmt über den Winter.

 Mehr über dieses neue Heizkonzept, erfahren die Besucher am Tag der Wissenschaft vor Ort. So etwa auch, wie es mit einer Photovoltaikanlage kombiniert werden kann oder weiterentwickelt wird zum Kühlsystem, um zum Beispiel das Überhitzung von Gebäuden mit großflächiger Verglasung im Sommer zu unterbinden. „Wir werden einen solaren Kühlschrank vorstellen und natürlich darf auch ein Solarkocher nicht fehlen“, verrät Henner Kerskes.